Eine große Schule und der Verkehr

Es ist schön zu sehen, wie die Schule Trenknerweg es geschafft hat, die Menschen und Kinder ihres Umfeldes wieder in ihren Bann zu ziehen! Das traumhaft große Gelände fasziniert Kinder mit seinem Platz und seinen Spielmöglichkeiten, die keine Klettergerüste braucht, um Spiel, Spaß, Bewegung und Phantasie zu beflügeln.

Das Konzept einer für Ideen offenen Schule, mit innovativen Lernansätzen und qualitativ hochwertigem Unterricht sorgt für immer mehr Schüler, die endlich auch wieder jahrelang leerstehende Räume füllen. Zusammen mit Zirkus und kommender Primarschule entsteht eine völlig neue Schule Trenknerweg, die noch vor wenigen Jahren so nicht vorstellbar war.

Gleichzeitig gibt es infrastrukturelle Probleme. Die Zugänge von Elbchaussee und Trenknerweg sind unzureichend auf die Stoßzeiten ausgerichtet. Die zunehmende Mobilität führt zu neuen Herausforderungen, denen der vorhandenen Raum aber nicht einfach angepasst werden kann.

Es ist auch nicht mehr als herumdoktern an den Symptomen, wenn jetzt Bügel auf einer Straßenseite aufgebaut werden, um die Fußgänger und Fahrradfahrer zu schützen! Man muß sich das vorstellen: Da fahren Autofahrer auf den nur 1,5 m breiten Fußweg auf, fordern Fußgänger auf (wir reden hier von Grundschülern und deren Eltern), Platz zu machen, um sich mit dem Gegenverkehr arrangieren zu können. Da wird der Mensch im Auto zum Tier!

Die Bügel sind gut und werden den Kindern mehr Sicherheit geben. Allerdings stehen sie nur auf 200 Metern bis zur Ampel – und der Trenknerweg ist lang. Viel Raum für kreative Parkmanöver! Es stellt sich die Frage, wie viele Eltern, die ihre eigenen Kinder sicher mit dem Auto zur Schule fahren, andere Kinder derart gefährden können? Für mich unverständlich!

Aber wie ich in den 5 Jahren an der Schule gelernt habe: Appelle bringen gar nichts! Die Bequemlichkeit siegt!

Selbst die Vorbildfaktoren der Schule, die Lehrer, setzen auf ihr Recht. Sie sehen Schule eben als Arbeitsplatz, an der ihnen neben Pflichten und Aufgaben auch Rechte zustehen und so sehen sie auch ihren Lehrerparkplatz an. Die Beschwerden aus dem Kollegium auf der letzten Lehrerkonferenz sind aber unter den Umständen der gewachsenen Schule und ihrer strukturellen Bedingungen recht kurz gesprungen.

Denn die Einfahrt am Trenknerweg ist ein Sammelplatz! Eltern bringen ihre Kinder, Kinder treffen sich, man kommuniziert, plauscht, verabredet sich… alles Dinge, die gewünscht sind, die wichtig sind an so einer Schule – und die sich nicht auf einen Fußweg zwischen Fahrradständer und Parkplatz reduzieren lassen.

Einige Lehrer bitten (ich will gar nicht sagen “fordern”), daß die Toreinfahrt möglichst frei bleibt, damit sie morgens einfach und ohne jemanden zu gefährden auf den Lehrerparkplatz kommen. Ich kann nur sagen: Keine Regel, kein Bitten, keine Sanktion wird eine Änderung der Situation bewirken. Alle werden mit der Lage weiter so umgehen müssen wie sie ist – in gegenseitiger Rücksichtnahme.

Dass die Lehrer darum bitten, die durch das wachsende Kollegium inzwischen auch voll genutzten Parkplätze frei von Autos und Fahrrädern der Eltern zu halten, kann ich gut verstehen. Hier sind auch ausdrücklich die Eltern gefragt! Ein kooperativer Umgang sieht anders aus, als autofahrende Lehrer zu beschimpfen oder zu diskriminieren.

Flexibilität und gegenseitige Rücksichtnahme steht im besten Zusammenhang mit einem guten Klima einer positiven Schule Trenknerweg und einem Lernen im Grünen!

Ralph Loop

Eine Antwort

  1. Das ist wirklich ein klasse Artikel! Vielen Dank dafür.
    Hoffentlich lesen diesen viele unserer Auto-Eltern und Lehrer und nehmen sich die Inhalte zu Herzen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.